aktivierte Nüsse

Nüsse sind gesund, schmackhaft und besonders in der Weihnachtszeit sehr beliebt. Dabei sind sie ein besonders wertvoller Snack für das ganze Jahr. Wer gern und viel Nüsse ist, soll wissen: rohe Nüsse, Getreide und Hülsenfrüchte enthalten ungesunde Phytinsäure. Diese wird gebraucht, da sie sonst nicht das für ihr Wachstum benötigte Phosphat speichern könnten und ohne Phosphat könnte der Keimling nicht sprießen. Die Pflanze könnte nicht heranwachsen.

Im menschlichen Organismus bindet die Phytinsäure allerdings die lebenswichtigen Mineralien wie Magnesium, Calcium, Eisen und Zink unlöslich. Das bedeutet, dass die Mineralien nicht mehr vom Körper aufgenommen und verwertet können sondern ausgeschieden werden. Mittel- und langfristig kann das ein Mineralstoffmangel für den Körper zur Folge haben. Zudem blockiert die Phytinsäure die Verdauungsenzyme, die wir zur Verdauung von Eiweiß benötigen.

 

Lösung: Die Aktivierung

Durch Einweichen und anschließendes Keimen des Kornes oder der Nuss werden alle Inhaltsstoffe durch den Enzymprozess gewandelt und die Phytinsäure neutralisiert. Diesen Vorgang nennt man Aktivierung.

Nach dem Aktivieren gründlich abspülen und sofort verzehren oder trocknen und luftdicht aufbewahren.

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So werden Nüsse noch gesünder

Durch die Aktivierung durch Einweichen in Wasser wird also der Keimungsprozess angeregt. Nüsse und Samen etwa für 4 bis 6 Stunden in eine Schüssel oder Schale (Glas oder Porzellan, kein Metall) geben und danach das Einweichwasser wegschütten, mit klarem, kalten oder lauwarmen Wasser nachspülen und sofort verzehren. Desonders lecker und knusprig wird es aber erst, wenn die Nüsse (Walnüsse sind mein Favorit) danach getrocknet und lecker gewürzt sind. Wie das geht, lest ihr in den Rezeptbeispielen.
Aber Vorsicht: kann süchtig machen weil extrem lecker!

Nüsse selbst aktivieren, wie geht das?


Unbehandelte Walnüsse beliebiger Menge in eine Glasschüssel geben und 6 Stunden in Wasser einweichen (aktivieren).
 

 
Danach das Einweichwasser wegkippen, Walnüsse gründlich abspülen und mit Küchenpapier trocknen.

 

Mark einer frischen Vanilliestange in einer halben Tasse Ahornsirup einmixen (Aromatisierung). 
 

 
Aktivierte Walnüsse im Vanille-Ahornsirup-Mix kurz einweichen, abtropfen lassen und im Backofen auf einem Backpapier ausbreiten. 

Lieblingsrezept für aktivierte Walnüsse mit Ahornsirup und Vanille


Aktivierte und aromatisierte Walnüsse im Backofen bei niedriger Temperatur 50 bis 55 C für nochmal 10 Stunden trocknen, bis sie knusprig sind.

Wie aktiviert ihr Nüsse und wie schmeckt euch das?